Welche Anwaltsfehler sind am häufigsten?

Relativ häufig sind neuerdings unzulässige Berufungsbegründungen im Zivilrecht. Diese ist nicht mehr so einfach wie früher, die Hürden sind erneut gestiegen. Man muss nicht einfach nur behaupten, dass man in der zweiten Instanz ein günstigeres Urteil bekommt, sondern muss genau die Rechtsfehler des Erstgerichts darlegen (§ 520 Abs. 3 ZPO).

Auch das Übersehen, Falschberechnen oder sonstige Nichtwahren von Fristen kommt vor. Darum müssen Anwälte die Fristen stets genau kontrollieren und die Einhaltung gegenprüfen.

Schließlich führen noch unberechtigte Vollstreckungsmaßnahmen, obwohl die Schuld bereits bezahlt ist, zu Schadenersatzansprüchen des Gegners gegen den Mandanten, der sich dann seinerseits beim Anwalt schadlos hält. Teurere Vollstreckungsschäden sind z.B. solche, die zu einem Schufa-Eintrag und damit zu Beschädigungen des geschäftlichen Rufs des Betroffenen führen.