Ist der Titel „Fachanwalt“ eine Garantie für besondere Kenntnisse?

Ja. Nicht jeder Anwalt darf sich aus Werbegründen als Fachanwalt bezeichnen. Es handelt sich um eine geschützte Bezeichnung, die gemäß Fachanwaltsordnung (FAO) nur führen darf, wer „besondere theoretische Kenntnisse und besondere praktische Erfahrungen“ nachweisen kann.

Die Ausbildung umfasst 120 bis 180 Stunden Unterricht sowie mehrere schriftliche Prüfungen. Ein Fachanwalt für Strafrecht muss bspw. mindestens 60 Strafverfahren erledigt haben und mindestens 40 Hauptverhandlungstermine vor höheren Gerichten hinter sich haben.

Welche Gesetze regeln den Beruf des Rechtsanwalts?

Es gibt folgende bedeutenden Gesetze und Rechtsnormen:

Daneben gibt es noch verschiedene Rechtsnormen, die bei der Tätigkeit der meisten Anwälte eine eher untergeordnete Rolle spielen, z.B. das Gesetz über die Tätigkeit europäischer Rechtsanwälte in Deutschland (EuRAG) oder das Geldwäschebekämpfungsgesetz (GwG).

Hinsichtlich des Vertragsverhältnisses zwischen Anwalt und Mandant finden die BGB-Regeln Anwendung. Je nach konkreter Tätigkeit kann es sich um einen Auftrag, um einen Werk- oder einen Dienstvertrag handeln.