Was passiert beim Tod des Anwalt?

Das anwaltliche Dienstverhältnis ist ein höchstpersönliches Rechtsverhältnis, das beim Tod des Verpflichteten erlischt (§ 673). Die Rechte und Pflichten aus dem Anwaltsvertrag gehen also nicht im Wege der Universalsukzession auf die Erben über. Zur Weiterführung der Kanzlei setzt die Anwaltskammer einen sog. Abwickler ein, der die ordnungsgemäße Durchführung der schwebenden Verfahren sicherstellt.

In einer Anwaltsgesellschaft stellt der Tode des bearbeitenden Anwalts regelmäßig kein größeres Problem dar, da nach den üblichen Verträgen auch jeder andere Anwalt der Gesellschaft das Mandat übernehmen kann.

Unterliegt ein Rechtsanwalt der Sitzungspolizei?

Nein, da der Anwalt in unabhängiger Weise einen freien Beruf ausübt, unterliegt er nicht der richterlichen Sitzungsaufsicht gemäß § 178 GVG. Er kann sich also theoretisch im Gericht so sehr daneben benehmen wie er will. Die Aufsicht über das Verhalten der Rechtsanwälte obliegt ausschließlich. der Anwaltskammer, die im Rahmen ihrer Selbstverwaltungstätigkeit eine standesrechtliche Maßnahme gegen den Anwalt verhängen kann.

Was ist der Unterschied zwischen BRAO und BORA?

Die Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) ist ein Bundesgesetz, das den Rahmen für Berufsausübung des Anwalts festlegt.

Die Berufsordnung für Rechtsanwälte (BORA) ist eine durch die Bundesrechtsanwaltskammer verabschiedete Satzung, die vom Bundesjustizministerium nur noch genehmigt werden muss. In dieser stehen detaillierte Standesregeln.