Gibt es eine Beweislastumkehr zugunsten des Mandanten bei groben Fehlern des Anwalts?

Nein, eine solche Beweislastumkehr, wie sie bei Haftpflichtsachen von Ärzten und Anlageberatern angenommen wird, gibt es bei Anwälten nicht. Vielmehr muss der Mandant trotz eines nachweisbaren anwaltlichen Fehlers noch beweisen, dass sein Schaden gerade darauf zurückzuführen ist.

Allerdings gilt zugunsten des Mandanten die Vermutung er bei richtiger Beratung alle notwendigen Informationen beschafft und sich beratungsgerecht verhalten hätte.