Muss der Anwalt auch einen gerichtlichen Vergleichsvorschlag kritisch bewerten?

Ja, der Vorschlag des Gerichts ist nicht etwa sakrosankt. Vor allem in der Güteverhandlung ist der Vergleichsvorschlag häufig noch sehr pauschal und erfolgt gerade nicht auf einer eingehenden Rechtsprüfung.

Der Anwalt muss zunächst sicherstellen, dass sein Mandant die Bedeutung und den Inhalt des Vergleichs verstanden hat, insbesondere hinsichtlich der weitergehenden Folgen, z.B. der Abgeltung weiterer Forderungen.