Was ist ein Syndikus?

Ein Syndikus ist kein selbstständiger, sondern ein angestellter Anwalt, der ausschließlich für seinen Arbeitgeber (in der Regel ein Unternehmen) tätig wird. Er bietet seine Dienste also nicht in unabhängiger Weise der Allgemeinheit an, sondern fungiert als Rechtsabteilung eines einzelnen Auftraggebers.

Damit er nicht als normaler Arbeitnehmer, sondern als Syndikus anerkannt wird, muss das Gepräge seiner Tätigkeit der eines normalen Anwalts entsprechen.

Besteht die anwaltliche Schweigepflicht auch gegenüber dem Bürogemeinschaftspartner?

Ja, auch dieser ist insoweit ein Dritter, dem keine Geheimnisse der Mandanten offenbart werden dürfen. Damit können auch keine gemeinschaftlichen Besprechungen von Verfahren erfolgen. Ein gangbarer Ausweg besteht darin, den Mandanten von vornherein eine Entbindung von der Schweigepflicht gegenüber den Bürogemeinschaftspartnern unterschreiben zu lassen.

Ist mein Anwalt versichert, wenn er Fehler macht?

Ja, jeder Anwalt muss eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen, sonst wird er gar nicht erst zugelassen. Die Versicherung haftet mindestens für einen Betrag von 250.000 Euro pro Schadensfall, kann aber eine Maximaldeckung von 1.000.000 Euro pro Jahr vorsehen. (§ 51 BRAO)